Interdisziplinäres Kolleg bringt Nachwuchs mit Spitzen-Informatikern und Kognitionswissenschaftlern zusammen

09.12.2015 -

Prof. Rainer Malaka vom Digital Media Lab am Technologiezentrum für Informatik und Informationstechnik (TZI) der Universität Bremen leitet die internationale Frühjahrsschule rund um Künstliche Intelligenz, Neurobiologie, Kognitionswissenschaft und Neuroinformatik zusammen mit Jennifer Fewell von der Arizona State University

Die Schnittstellen der Bereiche Künstliche Intelligenz, Neurobiologie, Kognitionswissenschaft und Neuroinformatik stehen im Mittelpunkt des „Interdisziplinären Kolleg“, das vom 4. bis 11. März 2016 in Günne (Nordrhein-Westphalen) stattfindet. Das Fokusthema des englischsprachigen Kollegs lautet in diesem Jahr „Transitions and Transformations in Cognition, Biology, and Interactive Systems“. Geleitet wird es von Prof. Rainer Malaka (Digital Media Lab der Universität Bremen) und Jennifer Fewell (Arizona State University).

Das hochgradig interaktive Kolleg wird jährlich von internationalen Wissenschaftlern organisiert und von gemeinnützigen Einrichtungen unterstützt. Die Kurse der einwöchigen Frühjahrsschule sind so angelegt, dass sie den gemeinsamen Dialog und die Vernetzung zwischen erfolgreich aktiven Wissenschaftlern und dem wissenschaftlichen Nachwuchs fördern. Sie werden von renommierten Dozentinnen und Dozenten aus der ganzen Welt gehalten. Zusätzlich unterstützt ein umfassendes Begleitprogramm den Austausch und die Kontaktaufnahme über die disziplinären Grenzen hinweg.

Auch Unternehmen mit ausgeprägten Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten können davon profitieren, Mitarbeiter zum Interdisziplinären Kolleg zu entsenden. Die Beschäftigten erhalten vor Ort neben der eigenen wissenschaftlichen Fortbildung auch die Möglichkeit, Kontakte zu talentierten Nachwuchskräften zu knüpfen.

Parallelen bei menschlichen und künstlichen Systemen

Die Grundidee des diesjährigen Fokusthemas des Kollegs basiert auf den Ähnlichkeiten von biologischen und künstlichen Systemen: Beide setzen sich aus Netzwerken von individuellen Bausteinen zusammen, die gemeinsam mehr ergeben als die Summe ihrer Einzelteile. Dabei unterliegen sie Veränderungsprozessen, die das grundsätzliche Wesen der Systeme beeinflussen, beispielsweise wenn lebende Organismen altern oder kleine Gruppen zu großen Bewegungen anschwellen. Auch künstliche Systeme wandeln sich auf diese Weise und müssen sich kontinuierlich – gerade auch in Wechselwirkung mit biologischen Systemen – an neue Umweltbedingungen anpassen.
 
Das Interdisziplinäre Kolleg 2016 beleuchtet daher die Veränderungsprozesse in dynamischen interaktiven Systemen aus unterschiedlichen Perspektiven der natürlichen Welt und der Künstlichen Intelligenz. Zum Programm gehören Grundlagenkurse zu Themen wie „Machine Learning“ und Kognitionswissenschaften sowie Methodikseminare in Bereichen wie der Modellierung dynamischer Systeme und der mobilen Robotik. Darüber hinaus werden in Spezialisierungskursen aktuelle Forschungsergebnisse präsentiert. Das Digital Media Lab der Universität Bremen, das die Veranstaltung in diesem Jahr unterstützt, wird auch Kurse zur Mensch-Computer-Interaktion anbieten.

Weitere Informationen:
interdisciplinary-college.de

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