Wearable Computing goes China

19.08.2010 - 2010

TZI-Forscher reisen zum ersten Themenkongress nach Chengdu. Plattform WearCom ins Leben gerufen.

Professor Michael Lawo

China ist in aller Munde – vor allem als Wirtschaftspartner. Doch auch in der Wissenschaft entstehen immer mehr Kooperationen. Das TZI hat jetzt die Plattform WearCom mit ins Leben gerufen. Das Ziel: Förderung der wissenschaftlichen und  industriellen Kooperation zwischen Deutschland und China im Bereich von Wearable Computing. Hierbei geht es um am Körper tragbare oder in die Kleidung integrierte mobile IT-Lösungen, die Menschen in Bewegung, etwa in der Flugzeugwartung, direkten Zugriff auf alle für ihre Arbeit wichtigen Informationen ermöglicht. Startschuss für WearCom ist der erste internationale Workshop „Wearable Computing“ vom 25. bis 28. August im chinesischen Chengdu. Dort treffen sich die deutschen und chinesischen Topforscher auf diesem Gebiet zum ersten Austausch. Vom TZI sind die Professoren Otthein Herzog und Michael Lawo mit von der Partie, die das bislang bedeutendste europäische Forschungsprojekt mit großen Industriepartnern zum Thema, wearIT@work, zwischen 2004 und 2009 von Bremen aus koordiniert haben. „Dabei ist der Workshop nicht irgendein Treffen von Wissenschaftlern, sondern von deutscher und chinesischer Seite politisch gewollt. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) finanziert diese Veranstaltung mit und das Bundesministerium für Bildung und Forschung  unterstützt uns ebenfalls“, berichtet Lawo. Auf chinesischer Seite sieht das nicht anders aus. „Die haben quer durch das Land alle ihre hochrangigen Experten dazugeholt, was bei den Entfernungen in China schon etwas heißt“, sagt der Professor, der am TZI den Bereich Mobile Lösungen leitet. „Wir wollen die Kooperation ausbauen, denn China mit seinem rasanten Wachstum wird ein Markt für Wearable Computing. Sie wollen dort technologisch weiter nach vorne kommen“, sagt Lawo. Und umgekehrt geht natürlich in Sachen Hardware kein Weg an China vorbei. Denn Wearable Computing wird sich in der Produktion, der Wartung, dem Notfalleinsatz oder auch im Krankenhaus nur dann weltweit durchsetzen, wenn die Kosten für die notwendigen Komponenten wirtschaftlich sind. 

Weiterführende Links:

www.wearcom.org

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