Für die internationale Raumstation ISS wurde von der Daimler-Benz Aerospace AG (DASA) in Bremen das Daten-Management-System DMS-R entwickelt, welches als zuverlässiges Herzstück den fehlertoleranten Computer FTC enthält.
Im vorliegenden Projekt wird mit Hilfe formaler Methoden eine systematische Analyse des FTC durchgeführt.
Ein Teilprojekt umfaßt dabei die Verifikation der verwendeten Fehlertoleranzmechanismen von der Spezifikation bis zum Softwarecode.
Untersucht werden die Deadlock- und Livelockfreiheit sowie die Abwesenheit gefährlicher Bottlenecks bei Systemüberlast.
Auch die Korrektheit der Mechanismen zur Fehlererkennung, Rekonfiguration bei Komponentenausfall und Eingliederung instandgesetzter Komponenten sind Gegenstand der Verifikation.
In einem weiteren Teilprojekt wird die Schnittstelle zwischen dem Rechner und dem Systembus unter Verwendung von stochastischen Petri-Netzen modelliert.
Das so erzeugte Modell soll verwendet werden, um Aussagen treffen zu können, wann ein solcher Engpass auftritt und welche Komponenten dafür verantwortlich sind.
Ziel ist es, mit Hilfe dieser Informationen die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von Übertragsproblemen auf ein Minimum zu reduzieren.
Projektpartner:
Daimler-Benz Aerospace, Bremen
Mitarbeiter/innen:
Dr. Bettina Buth Dr. Hui Shi Dr. Holger Schlingloff Lutz Twele