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16.03.2010

Informatiker visualisieren Bühnenperformance

TZI und theaterlabor kooperieren bei Inszenierung „Der Schuhu und die fliegende Prinzessin“

Informatik trifft Kunst heißt es, wenn sich am Donnerstag, 18. März, um 19.30 Uhr in der Concordia der erste Vorhang hebt für die neue Inszenierung des theaterlabors „Der Schuhu und die fliegende Prinzessin“. Studenten aus dem Bachelorprojekt „Perform!“ des Technologie-Zentrums Informatik und Informationstechnik (TZI) der Universität Bremen haben gemeinsam mit den Theatermachern Ideen entwickelt und technisch umgesetzt. Die Kooperation zeigt, wie interaktive Medien Teil der Inszenierung sein können. Zum einen als live während der Aufführung gestaltetes Bühnenbild und zum anderen als Möglichkeit für die Schauspieler, mit einer Art Fernbedienung à la Wii über Gesten visuelle Effekte und/oder Töne zu erzeugen. Interaktive Medien bieten so ganze neue Elemente von ästhetischer Gestaltung für das Theater. Oder wie Theaterleiter Maik Romberg es ausdrückt: „Mit der Kooperation gewinnen wir Visualisierungselemente für die Aufführung, die sonst selbst in großen Stadttheatern technisch und logistisch nur schwer zu realisieren sind.“ Diese bislang einzigartige Kooperation ist Teil der Forschungsarbeit des TZI im Bereich Entertainment Computing. Das Team von Professor Rainer Malaka beschäftigt sich grundsätzlich mit der Verbindung von digitalen und physischen Elementen, wie Stimme oder Tanz, in der Performance. So lässt sich über den Einsatz von Sensorik am Körper die Gestik und Bewegung von Tänzern oder Schauspielern in visuelle Muster auf einer Leinwand übersetzen. Erste eigene Performances zu diesem Thema haben die Grenzgänger zwischen IT und Kunst am TZI bereits konzipiert und aufgeführt. Weitere Infos unter: medien.informatik.uni-bremen.de/perform/

 

 

12.03.2010

Mobile Endgeräte machen Baustelle zum Lernort

TZI und ITB stellen Projekt „Virtuelles Lernen auf der Baustelle“ auf der didacta 2010 in Köln vor

Wie Lernen direkt im Arbeitsprozess möglich wird, zeigt das Projekt »Virtuelles Lernen auf der Baustelle - Vila-b«. Mithilfe eines mobilen, digitalen Gerätes (PDA) können Mitarbeiter direkt vor Ort auf alle wichtigen Informationen zugreifen, um so Probleme schneller und besser lösen zu können. Erprobt wird das virtuelle Lernen in der zertifizierten Weiterbildung zur „Fachkraft für ökologische und klimagerechte Altbausanierung“, deren erster Durchgang jetzt mit Handwerkern aus dem Bremer Umland gestartet ist. In dieser innovativen Weiterbildung wird Lernen als integrierte Aktivität vollzogen und findet ständig und parallel als Teil der Arbeitsprozesse statt. Für die didaktische und technische Umsetzung ist die Universität Bremen mit dem Institut Technik und Bildung (ITB) und dem Technologie-Zentrum Informatik und Informationstechnik (TZI) verantwortlich. Beide Partner sind mit von der Partie, wenn Vila-b auf der Bildungsmesse »didacta« in Köln vom 16. bis 20. März 2010 auf Einladung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, das auch das Projekt finanziell gefördert hat, vorgestellt wird.  Zu sehen sind eine kleine, transportable Altbauwand und ein mobiles Endgerät.

 

 

03.03.2010

TZI räumt Förderpreise von CONTACT Software ab

Sandra Siegel, Lutz Dickmann und Tobias Lensing für ihre Abschlussarbeiten ausgezeichnet

Gold und Silber gehen beim CONTACT Software Förderpreis 2009 an Absolventen des TZI. Den mit 5.000 Euro dotierten ersten Preis erhielten jetzt Lutz Dickmann und Tobias Lensing, die gemeinsam ihre Master-Arbeit verfasst haben. Und der mit 3.000 Euro dotierte zweite Preis ging an Sandra Siegel für ihre Bachelor-Arbeit. Alle drei haben ihren Abschluss in der Arbeitsgruppe Digitale Medien bei Professor Rainer Malaka gemacht. Die CONTACT Software GmbH will mit der Stiftung dieses Preises für Informatikabsolventen aus Bremen und Oldenburg zum einen die Metropolregion stärken und zum anderen Studienausrichtungen mit hohem Praxisbezug fördern.   Dickmann und Lensing haben sich mit der Frage beschäftigt, wie Assistenzfunktionen die Nutzer von Anwendungen sinnvoll bei ihrer Tätigkeit unterstützen können. Wie es nicht funktioniert, zeigt das Beispiel von Word mit dem Glühbirnenmännchen. Zu stupide, zu simpel, die Nutzer waren schnell genervt. Die beiden Jungforscher machen die Assistenzfunktionen intelligenter, indem sie ihnen mit Methoden der Künstlichen Intelligenz quasi ein Kurzzeitgedächtnis implantieren. Die intelligenten Assistenten beziehen den vorherigen Interaktionskontext des Nutzers mit ein. Was sich daraus praktisch an Unterstützung ergibt, haben Dickmann und Lensing anhand eines Zeichenprogramms evaluiert. Der Nutzer malt irgend etwas mit Strichen und daraus gruppiert der „Assistent“ ein Bild, erkennt damit also die Intention. Die Master-Arbeit weist damit einen Weg, wie Assistenzfunktionen den Nutzern zukünftig sinnvolle Hilfestellung bieten können. Sandra Siegel hat in ihrer Bachelor-Arbeit untersucht, wie sich das in der Online-Plattform flickr und anderen sozialen Netzwerken übliche Verfahren der freien Vergabe von Schlagworten verbessern lässt. Diese sogenannten Tag Clouds zeigen bislang nur anhand der Wortgröße, wie häufig ein Tag vergeben wurde. Untereinander haben die Schlagwörter keinerlei semantischen Bezug. Siegel hat jetzt eine grafische Oberfläche entwickelt, die Wörter in Tag Clouds nach Bedeutungsähnlichkeit gruppiert und neuartig visualisiert. Das ermöglicht Nutzern eine wesentlich bessere Orientierung.

 

 

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Letzte Änderung: 20.11.2008