Hattrick

Der Hattrick – dreimal ist Bremer Recht!

Über einen Erfolg freut man sich – wenn gleich drei Erfolge zu melden sind, dann ist das schon ein Grund, ganz besonders stolz zu sein. Am Jahresende 2003 zeigte sich für das TZI, dass sich kontinuierliches Engagement und das Vertrauen auf die eigenen Stärken auszahlen kann.

Der erste Erfolg verbirgt sich hinter der Einrichtung des Sonderforschungsbereichs (SFB) „Selbststeuerung logistischer Prozesse“, an dessen Beantragung Mitglieder des TZI maßgeblich beteiligt waren, und mit Prof. Herzog stellt das TZI auch den Sprecher des SFB. Zunächst auf vier Jahre, mit einer Perspektive auf 12 Jahre, wurden damit ab Januar 2004 an der Universität 26 neue Stellen geschaffen - wervolle Unterstützung, um die Reputation des Wissenschaftsstandortes weiter zu verbessern. SFBs arbeiten von ihrer Anlage her grundlagenorientiert. Darüber hinaus ist es ein ernst gemeintes Ziel dieses SFB, die Erkenntnisse aus der Forschung schnell und effektiv in die Praxis zu bringen . Gut für den Standort Bremen ist es, dass hierdurch für das Thema Logistik auch für die neuen Felder „Mobile Informationsverarbeitung“ und „RFID-Technologien“ ein substantieller Beitrag geleistet werden kann, die für viele regionale Unternehmen  eine Schlüsselfunktion einnehmen werden. Auch überregional besitzen diese Forschungsgebiete einen hohen Stellenwert und werden für die Reputation und Praxisnähe der Bremer Wissenschaft stehen.

Beim RoboCup wird Technologieforschung mit einer guten Prise Fußball gewürzt. Dahinter steht ein weltweiter jährlicher wissenschaftlicher Wettbewerb vieler Forschungsgruppen, der vor allem den Fortschritt in der Robotik und in der wissensbasierten Software-Steuerung der Roboter messen und fördern soll. Traditionell findet der RoboCup im Jahr der FIFA-Weltmeisterschaft im Land des Austragungsortes statt: das wird 2006 Deutschland sein. Im Wettbewerb mit Berlin und Paderborn mit seinem Computermuseum gelang es dem TZI unter der Leitung von Priv. Doz. Dr. Ubbo Visser, die Ausrichtung des RoboCup 2006 für Bremen zu gewinnen. Dieser Erfolg wurde durch eine wirkungsvolle Zusammenarbeit zwischen Bremer Politik und Wissenschaft möglich. Der politische Stellenwert lässt sich dabei gut an der Überschrift der Pressemeldung  des Senators für Wirtschaft und Häfen erkennen: „Zuschlag erteilt: RoboCup 2006 in Bremen – HighTech-Standort setzt sich gegen Hauptstadt durch“.

Gekrönt wird die Reihe der Erfolge mit der positiven Evaluation des europäischen Großforschungsprojektes (Integrated Project – IP) "wearIT(at)work: Empowering the Mobile Worker by Wearable Computing“, an dem neben vielen KMUs auch Unternehmen wie EADS, Hewlett Packard, Microsoft, Philips, SAP, Siemens, Skoda, Sony, Thales und Zeiss beteiligt sind und das vom neuen TZI-Exzellenzzentrum [wearLab]  initiiert wurde und zusammen mit BIA und InfoConsult GmbH koordiniert werden wird. Von den 47 förderungsfähigen IP-Anträgen belegte der TZI-Antrag den ersten Platz. Auch wenn es noch ein steiniger Weg sein wird, bis Verträge unterzeichnet werden können, besteht doch große Zuversicht, auch die letzte Strecke erfolgreich meistern zu können.

Wir beginnen also das Jahr 2004 mit guten Nachrichten, die einen wichtigen Beitrag für den Strukturwandel in Bremen signalisieren - ein guter Ausgangspunkt für das weitere engagierte Arbeiten.

Dr. Michael Boronowsky