alles bleibt anders

Alles bleibt anders

Es tut sich was in Bremen – auch im TZI!

Seit seiner Gründung im Jahr 1995 verfolgt das TZI das Ziel, Forschung nicht als reinen Selbstzweck zu betreiben. Von Beginn an legten wir großen Wert auf die praktische Verwertbarkeit der eigenen Forschungsarbeiten und ihren Transfer in die Region. Wissenschaft als professionelle technologische Dienstleistung und Zuverlässigkeit, Innovation und Qualität unserer Arbeit sind wesentliche Werte, die wir unseren Kunden anbieten und ständig optimieren. Und es tut sich was in der Informatik der Uni Bremen! Geht man zum Beispiel nach dem aktuellen Hochschulranking des Centrum für Hochschulentwicklung (CHE), dann liegt die Bremer Forschung in den Naturwissenschaften (gemessen am Drittmittelvolumen) auf dem Spitzenplatz.

Auch wenn man solche Bewertungen gerne ernst nimmt, wenn man dabei gut abschneidet – der Spitzenplatz, den wir daneben auch auf anderen Feldern einnehmen, ist hart erarbeitet und unserer Meinung nach verdient. Dieser Erfolg unterstützt besonders auch die ambitionierten Ziele des Landes Bremen: bis zum Jahr 2010 will sich Bremen unter den zehn führenden Technologiestandorten etablieren. Klar, dass die Universität dabei eine wichtige Rolle einnimmt. So wird auch das TZI weiter einen deutlichen Beitrag bei der technologischen Weiterentwicklung des Standortes leisten: Um unsere Arbeiten mehr zu fokussieren und auch die am Markt geforderten Technologien anbieten zu können, werden wir zukünftig mit wenigen Exzellenz-Zentren spezifische Systemlösungen verfolgen, die unsere Kompetenzen, Erfahrungen und unser Wissen aus den unterschiedlichen Bereichen des TZI vernetzen. Dadurch richten wir unsere Transferangebote noch stärker an Schlüsselbereichen aus, die für den Standort Bremen von strategischer Bedeutung sind: z.B. mobile Informationsverarbeitung, Luft- und Raumfahrt, e-Entertainment und Medienwirtschaft. Um den Systemgedanken hinter den Leitthemen zu unterstützen, wird der Aufbau bzw. die Erweiterung tragfähiger Kooperationsnetzwerke mit anderen Forschungseinrichtungen, aber auch mit geeigneten Unternehmen verstärkt verfolgt. Unser Ziel ist es, auf den Gebieten der Exzellenzzentren eine führende Position im europäischen Technologietransfer einzunehmen, auch um die Bekanntheit des Standortes Bremen auf diesen Kompetenzfeldern zu erhöhen. Neben innovativer Forschung wird das TZI den Wissenstransfer in die Industrie intensivieren, z.B. durch Organisation von Workshops, Schulungen, Kooperationen, Arbeitskreise, aber auch die Ausbildung von Fachkräften auf den entsprechenden Feldern sicherstellen. Wir sind zuversichtlich, dass hierdurch ein guter Nährboden für die  regionale Entwicklung entsteht und dass wir durch hochkarätige Kooperationen mittelfristig auch Möglichkeiten zur Vernetzung zwischen regionaler und überregionaler Wirtschaft schaffen werden.

Dr. Michael Boronowsky

 

 

Die TZI - Exzellenz-Zentren:

[wearLab] – Wearable & Mobile System Solutions 
Die Vision vom „computing anytime, anything, and any­where“ wird durch die Miniaturisierung immer leistungsfähigerer mobiler Computersysteme zunehmend greifbar. Aber ein mobiler Computer alleine löst noch keine Probleme: Der Nutzer und seine Anwendungsprobleme bestimmen im Wesentlichen die Anforderungen, die an erfolgreiche, mobile Lösungen gestellt werden. In diesem Sinn werden am TZI Entwicklungen vorangetrieben, die eine Unterstützung mobiler Tätigkeiten und Arbeitsprozesse ermöglichen, für die der Einsatz herkömmlicher Informations- und Kommu­nikations­tech­no­­lo­gien bisher kaum möglich oder nicht wirt­­schaftlich war, und die in der Gesamtbetrachtung Anwender und Anwendung in den Vordergrund stellen. Die Anwendungsbereiche, die dabei betrachtet werden, erstrecken sich von industriellen Anwendungen (z.B. Produktion, Inbetriebnahme, Inspektion, Wartung) bis hin zu Anwendungen, die Massenmarkttauglichkeit besitzen (z.B. neuartige Kommunikationskonzepte für den mobilen Informationsaustausch). Zielrichtung ist die Unterstützung von Tätig­keiten, die nicht am Schreib­tisch erfolgen, sondern notwendigerweise in der realen, gegenständlichen Welt angesiedelt sind, an verschiedenen Orten oder in der Bewegung durchgeführt werden und die volle Aufmerksamkeit des Benutzers erfordern.

Anpsrechpartnerin:
Ingrid Rügge
0421-218-2731
ruegge(at)tzi.de

 

NetContent  – Media Networking & Multimedia Content Management
Mit der Verfügbarkeit von leistungsfähigen Multimedia-Endgeräten mit Netzzugang erweitert sich auch das Spektrum der rechnerbasierten Anwendungsdienste. Media Networking & Multimedia Content Management zielt auf eine für den Benutzer transparente Integration von verteilten Diensten, um kosteneffizient und qualitativ hochwertig Multimediadaten im Internet zu übertragen. Hierbei wird die gesamte Wertschöpfungskette der Bereitstellung und Nutzung multimedialer Daten behandelt – von der Archivierung über das Retrieval, die Echtzeitübertragung und die angemessene Präsentation und Nutzung dieser Daten auf beliebigen Endgeräten (vom Mobiltelefon über den Personal Digital Assistant (PDA) bis hin zur Set-Top-Box und dem Desktop-PC). Die Anwendungsbereiche, die durch netContent bedient werden, liegen zum einen in der Arbeitswelt, zum anderen auch im Bildungs- und Unterhaltungsbereich. Die gezielte Ausrichtung auf die Bedürfnisse von Endnutzern in Kombination mit der Wiederverwendung bestehender Inhalte schafft zudem einen ökonomischen Mehrwert, der zunehmend an Bedeutung gewinnen wird.

Ansprechpartner:
Olaf Bergmann
0421-218-7595
bergmann(at)tzi.de

 

Embedded Systems
In einer Vielzahl technischer Anwendungen (z.B. Anlagensteuerung, Bahnsteuerung, Luft- und Raumfahrt bis hin zu Consumeranwendungen) kommen immer häufiger eingebettete Systeme zum Einsatz. Dabei werden auf der einen Seite an Hardware und Software hohe Ansprüche für ein fehlerfreies und robustes Systemverhalten gestellt, da Fehlfunktionen – auch in nicht sicherheits-kritischen Bereichen – einen hohen Schaden verursachen können. Auf der anderen Seite sind Eingebettete Systeme individueller, modularer und in der Regel leistungsschwächer als z.B. konventionelle Desktop-PCs. In diesem Leitthema stehen neben formalen Ansätzen für das Design und das automatische Testen Eingebetteter Systeme auch Entwicklungen im Blickpunkt, die den flexiblen Einsatz (z.B. durch Konfiguration von Softwaremodulen), die automatische Diagnose oder effiziente Kommunikationsprotokolle ermöglichen.

Ansprechpartner:
Dr. Karsten Sohr
0421-218-4226
sohr(at)tzi.de