Sprecher: Prof. Dr. Michael Lawo
Geschäftsführer: Peter Hoffmann
Das Technologie-Zentrum Informatik und Informationstechnik (TZI) der Universität Bremen hat in den letzten Jahren Kompetenz zum Thema „Innovative Formen mobiler Informationsverarbeitung“ aufgebaut. Der Schwerpunkt liegt auf Mobile- und Wearable-Computing-Systemlösungen und geht weit über eine Portierung stationärer Lösungen auf mobile Endgeräte und über den Einsatz von mobilen Endgeräten in drahtlosen Netzen hinaus. Mit diesem Fokus wurde im Jahr 2000 das [wearLab] gegründet und ist zum ersten Leitthema des TZI avanciert. Gearbeitet wird zurzeit in allen technologischen Bereichen des TZI an Konzepten, die neue, innovative Formen mobiler Computeranwendungen – bis hin zu Wearable-Computing-Lösungen und textiler Integration elektronischer Komponenten – ermöglichen. Diese Kompetenz wird mit dem Blick auf die Einsatzbereiche Bremer und überregionaler Firmen angeboten.
Die Vision vom „computing anytime, anything, and anywhere“ (Thad Starner) wird im TZI hinsichtlich der Unterstützung mobiler Tätigkeiten und Arbeitsprozesse vorangetrieben, für die der Einsatz herkömmlicher Informations- und Kommunikationstechnologien bisher nicht möglich oder wirtschaftlich war. Im Vordergrund stehen dabei industrielle Anwendungsbereiche, wie zum Beispiel Logistik, Produktion, Inbetriebnahme, Inspektion und Wartung, sowie das Gesundheitswesen mit Tätigkeiten wie Notfallmedizin, ambulante Pflege, Visite usw. Zielrichtung ist die Unterstützung von Tätigkeiten, die nicht am Schreibtisch erfolgen, sondern notwendigerweise in der realen, gegenständlichen Welt angesiedelt sind, an verschiedenen Orten oder in der Bewegung durchgeführt werden und die volle Aufmerksamkeit der BenutzerIn erfordern. Diese mobilen Tätigkeiten können durch informationstechnische Unterstützung effektiver und produktiver gestaltet werden. Die Bereitstellung einer multimedialen Reparaturanleitung direkt am zu reparierenden Gerät, die elektronische Befundungsdokumentation bei der Inspektion von Industrieanlagen vor Ort oder die unmittelbare Erfassung und Auswertung von Vitalwerten an der PatientIn sind Beispiele für mobile Anwendungen, deren Integration in die vorhandene technologische Infrastruktur den Gesamtarbeitsprozess optimieren und die mobile Tätigkeit erleichtern.
Angebote des Leitthemas