zurück  weiter  anfang Autor: Dipl.-Geogr. Jens Fitzke, Universität Bonn letzte Aktualisierung: 03.03.99  
GIS im Internet / GIS online / Technik

[GIS online: Technik]

GIS online entsteht durch die Zusammenführung zweier Technologien: Internet-Technik zur Kommunikation vernetzter Rechner und GIS-Technik zur Verarbeitung (i.w.S.) raumbezogener Informationen. Dabei lassen sich zwei wesentliche Strategien unterscheiden:
  1. Es werden bestehende Softwaresysteme miteinander gekoppelt, um GIS online zu realisieren. Je nachdem, welcher Technik dabei das größere Gewicht zukommt, kann zwischen connectivity- und computing-Ansatz unterschieden werden (Ernst 1996, Fitzke et.al 1997). Beim connectivity-Ansatz wird Internet-Software (Web-Browser, Web-Server) um GIS-Funktionalität erweitert, beim computing-Ansatz wird umgekehrt GI-Software internetfähig gemacht.
  2. Es werden neue Techniken der Softwareentwicklung genutzt, die von vornherein die Realisierung internetintegrierter Anwendungen erlauben. Die Vision bei dieser als components-Ansatz zu bezeichnenden Strategie ist die integrierte Nutzung von im Netz verteilten GIS-Objekten, die abhängig vom Anwendungsfall miteinander kombiniert – entweder auf dem lokalen Rechner und/oder auf einem/mehreren Rechnern im Netz -- ausgeführt werden können.

Dies ist noch einmal in der folgenden Graphik zusammengefaßt:

Anmerkung: Die hier gewählten Bezeichnungen, insbesondere die Unterscheidung von connectivity- und computing-Ansatz, repräsentieren die Nutzer- bzw. Client-Perspektive: connectivity bedeutet, daß der Nutzer lediglich Internet-Software benötigt, um GIS online ausführen zu können. Gleichzeitig bedeutet dies aber auch, daß serverseitig ein GIS bzw. GI-Software allgemein internetfähig gemacht wird.

Eine sehr ausführliche Darstellung zur technischen Realisierung von GIS online bietet das Buch GIS online von Brandon Plewe (Plewe 1997), zu dem der Autor auch eine begleitende Web-Seite bereithält. 


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