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12.03.2010

Mobile Endgeräte machen Baustelle zum Lernort

TZI und ITB stellen Projekt „Virtuelles Lernen auf der Baustelle“ auf der didacta 2010 in Köln vor

Wie Lernen direkt im Arbeitsprozess möglich wird, zeigt das Projekt »Virtuelles Lernen auf der Baustelle - Vila-b«. Mithilfe eines mobilen, digitalen Gerätes (PDA) können Mitarbeiter direkt vor Ort auf alle wichtigen Informationen zugreifen, um so Probleme schneller und besser lösen zu können. Erprobt wird das virtuelle Lernen in der zertifizierten Weiterbildung zur „Fachkraft für ökologische und klimagerechte Altbausanierung“, deren erster Durchgang jetzt mit Handwerkern aus dem Bremer Umland gestartet ist. In dieser innovativen Weiterbildung wird Lernen als integrierte Aktivität vollzogen und findet ständig und parallel als Teil der Arbeitsprozesse statt. Für die didaktische und technische Umsetzung ist die Universität Bremen mit dem Institut Technik und Bildung (ITB) und dem Technologie-Zentrum Informatik und Informationstechnik (TZI) verantwortlich. Beide Partner sind mit von der Partie, wenn Vila-b auf der Bildungsmesse »didacta« in Köln vom 16. bis 20. März 2010 auf Einladung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, das auch das Projekt finanziell gefördert hat, vorgestellt wird.  Zu sehen sind eine kleine, transportable Altbauwand und ein mobiles Endgerät.

 

 

03.03.2010

TZI räumt Förderpreise von CONTACT Software ab

Sandra Siegel, Lutz Dickmann und Tobias Lensing für ihre Abschlussarbeiten ausgezeichnet

Gold und Silber gehen beim CONTACT Software Förderpreis 2009 an Absolventen des TZI. Den mit 5.000 Euro dotierten ersten Preis erhielten jetzt Lutz Dickmann und Tobias Lensing, die gemeinsam ihre Master-Arbeit verfasst haben. Und der mit 3.000 Euro dotierte zweite Preis ging an Sandra Siegel für ihre Bachelor-Arbeit. Alle drei haben ihren Abschluss in der Arbeitsgruppe Digitale Medien bei Professor Rainer Malaka gemacht. Die CONTACT Software GmbH will mit der Stiftung dieses Preises für Informatikabsolventen aus Bremen und Oldenburg zum einen die Metropolregion stärken und zum anderen Studienausrichtungen mit hohem Praxisbezug fördern.   Dickmann und Lensing haben sich mit der Frage beschäftigt, wie Assistenzfunktionen die Nutzer von Anwendungen sinnvoll bei ihrer Tätigkeit unterstützen können. Wie es nicht funktioniert, zeigt das Beispiel von Word mit dem Glühbirnenmännchen. Zu stupide, zu simpel, die Nutzer waren schnell genervt. Die beiden Jungforscher machen die Assistenzfunktionen intelligenter, indem sie ihnen mit Methoden der Künstlichen Intelligenz quasi ein Kurzzeitgedächtnis implantieren. Die intelligenten Assistenten beziehen den vorherigen Interaktionskontext des Nutzers mit ein. Was sich daraus praktisch an Unterstützung ergibt, haben Dickmann und Lensing anhand eines Zeichenprogramms evaluiert. Der Nutzer malt irgend etwas mit Strichen und daraus gruppiert der „Assistent“ ein Bild, erkennt damit also die Intention. Die Master-Arbeit weist damit einen Weg, wie Assistenzfunktionen den Nutzern zukünftig sinnvolle Hilfestellung bieten können. Sandra Siegel hat in ihrer Bachelor-Arbeit untersucht, wie sich das in der Online-Plattform flickr und anderen sozialen Netzwerken übliche Verfahren der freien Vergabe von Schlagworten verbessern lässt. Diese sogenannten Tag Clouds zeigen bislang nur anhand der Wortgröße, wie häufig ein Tag vergeben wurde. Untereinander haben die Schlagwörter keinerlei semantischen Bezug. Siegel hat jetzt eine grafische Oberfläche entwickelt, die Wörter in Tag Clouds nach Bedeutungsähnlichkeit gruppiert und neuartig visualisiert. Das ermöglicht Nutzern eine wesentlich bessere Orientierung.

 

 

19.02.2010

Schwärmen am Fallturm

Kunst - Frauen - Technologie: Veranstaltung zum Weltfrauentag am TZI

Zum Weltfrauentag am 8. März lädt das TZI zum „Schwärmen am Fallturm“ ein. Eine Veranstaltung, die Technologie mit künstlerischer Kreativität verbindet. Ausgangspunkt ist die interaktive Installation „Der Schwarm“. Schmetterlingsähnliche Lichtpunkte schwärmen auf dem Boden - beim Betreten des Raumes reagieren sie auf die Person, die hereinkommt. Die Lichter flüchten, werden dann neugierig und zutraulich. Sie reagieren auf jede menschliche Bewegung und verhalten sich wie ein Schwarm von Tieren. Zum Schwärmen laden auch drei Vorträge ein. Professorin Susanne Maaß beleuchtet unter dem Titel „Frauen und Technologie“ die Frage, warum Informationstechnologie viele Menschen nicht zum Schwärmen veranlasst und was das mit Frauen zu tun hat. Die Malerin Renate Hoffmann beschreibt den Beruf Künstler unter dem Motto „Künstlerinnen-Leben“ und führt zudem durch die aktuelle Ausstellung ihrer Arbeiten in den Räumen des TZI. Und TZI-Professorin Heidi Schelhowe stellt unter dem Titel „Technologie und Kunst – Der Schwarm“ die von der Arbeitsgruppe Digitale Medien in der Bildung entwickelte interaktive Installation vor und lädt die Besucher ein, sich danach einzeln oder gemeinsam auf das Spiel einzulassen. Die Veranstaltung von 16 bis 18 Uhr im TAB Gebäude Am Fallturm 1 steht allen Interessierten offen.

 

 

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Letzte Änderung: 20.11.2008